Für Patienten, die mehr brauchen: Neue Daten zur IMpower150
Bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) konnte mit der KrebsimmuntherapieTecentriq®[blacktriangle] (Atezolizumab) in Kombination mit Avastin® (Bevacizumab) und Chemotherapie (Carboplatin plus Paclitaxel) auf Basis der Phase-III-Studie IMpower150 eine therapeutische Lücke geschlossen werden. (1) Insbesondere Hochrisikopatienten mit Lebermetastasen und Patienten mit EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)-Mutation nach Versagen einer zielgerichteten Therapie, die neuer, effektiver Folgetherapien bedürfen, profitieren von dem Kombinationsansatz. (1) Aktuelle Daten einer auf dem diesjährigen ASCO vorgestellten explorativen Analyse der IMpower150-Studie zeigen nun, dass eine erweiterte Hochrisikogruppe profitieren kann: Bei NSCLC-Patienten mit hoher Tumorlast bestätigen die Daten einen klinisch relevanten Vorteil bezüglich des Gesamtüberlebens (OS) sowie der prüfärztlich beurteilten Ansprechrate (ORR). (2)
Die explorative Analyse der internationalen, multizentrischen, randomisierten Open-Label-Phase-III-Studie IMpower150 untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit von Tecentriq in Kombination mit dem bekannten Sandler-Regime aus Avastin und Chemotherapie bei NSCLC-Patienten mit hoher Tumorlast. Diese Patientengruppe kennzeichnet sich durch eine vergleichsweise schlechte Überlebensrate. Die Bestimmung der Tumorlast erfolgte in der Analyse entweder unter Verwendung der Summe des längsten Durchmessers der Zielläsionen (SLD) ≥ des 3. Quartils (108 mm) oder der medianen Anzahl metastasierter Organe. Untersucht wurden u. a. das OS sowie die ORR in diesen Untergruppen. (2)
Patienten, die mehr brauchen: Betroffene mit hoher Tumorlast profitieren von Tecentriq
Nach einem Follow-up von mindestens 32,4 Monaten zeigte die explorative Analyse, dass unter der Kombinationstherapie mit Tecentriq vs. der alleinigen Behandlung mit Avastin plus Chemotherapie Patienten mit SLD ≥ 3. Quartil (n = 176) ein höheres medianes OS erreichten (mOS: 15,5 Monate vs. 10,7 Monate; HR = 0,7: 95 %-KI: 0,5 – 0,97). Auch Patienten mit einer Anzahl metastasierter Organe ≥ 2 (n = 400) profitierten von der Kombinationstherapie (mOS: 17,6 Monate vs. 12,5 Monate; HR = 0,72; 95 %-KI: 0,58 – 0,90). Die ORR war bei Patienten mit SLD ≥ 3. Quartil von 41 % auf 62 % verbessert, während Patienten mit metastasierten Organen ≥ 2 eine ORR von 57 % (vs. 40 % im Kontrollarm) aufwiesen. (2) Damit profitierten Patienten mit hoher Tumorlast von der Behandlung mit Tecentriq, unabhängig davon, welche Methode zur Bestimmung der Tumorlast – SLD oder die Anzahl der metastasierten Organe – angewendet wurde.
Individuelle Behandlungsoptionen beim NSCLC mit Tecentriq
Zielgerichtete Therapien und Krebsimmuntherapien wie Tecentriq haben sich in der Behandlung des Lungenkarzinoms als wirksame Therapie etabliert. Die verschiedenen Therapieoptionen von Tecentriq in der First-Line beim fortgeschrittenen NSCLC mit nicht-plattenepithelialer Histologie ermöglichen heute schon eine patientenindividuellere Behandlung. So profitieren NSCLC-Patienten mit Lebermetastasen bzw.EGFR-Mutation nach Versagen einer zielgerichteten Therapie besonders von Tecentriq in Kombination mit Avastin plus Chemotherapie. (1)Tecentriq in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie (Carboplatin/nab-Paclitaxel) hingegen verschafft im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie NSCLC-Patienten ohneEGFR-Mutation oderALK-Alteration einen signifikanten OS-Vorteil. (3)
Tecentriq ist darüber hinaus zur First-Line-Behandlung von Patienten mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenem Stadium („extensive stage“, ES-SCLC) in Kombination mit Carboplatin und Etoposid zugelassen. (4,5)
Referenzen
Reck M et al., Lancet Respir Med 2019; 7 (5): 387–401
Jotte R et al., J Clin Oncol 2020; 38 (Suppl. Abstract e21637)
West H et al., Lancet Oncol 2019; 20: 924–937
Reck M et al., Oncol Res Treat 2020, 43 (Suppl 1):233, #886
Fachinformation Tecentriq®, aktueller Stand
[blacktriangle] Das Arzneimittel Tecentriq unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Auch Patienten können dabei helfen, indem Sie jede auftretende Nebenwirkung melden.
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Wirksame Behandlungsoption für NSCLC-Patienten mit hoher Tumorlast
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