Virtuelle Jahrestagung der DGS 2021
Der PD-L1-Inhibitor Tecentriq ist als Standard beim fortgeschrittenen PD-L1 IC-positiven triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) etabliert und bietet Patientinnen die Chance auf einen kli-nisch relevanten Überlebensvorteil.1*
Daten der Phase-III-Studie IMpassion031 zeigen, dass auch Patientinnen mit frühem TNBC von dem PD-L1-Inhibitor profitieren: Gegenüber alleiniger Chemotherapie erhöht Tecentriq plus Chemotherapie die Rate an pathologischen Komplettremissionen (pCR) signifikant – und dies un-abhängig vom PD-L1-Status.2
Roche hat auf Basis der IMpassion031 eine Zulassung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eingereicht.
Das biologische Tumorprofil nimmt in der Behandlung des Mammakarzinoms eine entscheidende Rolle ein: Es ist ein zentraler Faktor bei der Therapiewahl – und beeinflusst maßgeblich die Prognose der Patientinnen. Während beispielsweise beim HER2-positiven Mammakarzinom die Prognose durch die Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien wie Perjeta® (Pertuzumab), Kadcyla® (Trastuzumab Emtansin) oder das jüngst zugelassene Kombinationspräparat Phesgo® enorm verbessert wurde, gilt das TNBC nach wie vor als ein schwer zu behandelnder Subtyp mit äußerst ungünstiger Prognose.3 Einen bedeutsamen Fortschritt in der Behandlung des TNBC bietet die Krebsimmuntherapie mit Tecentriq (Atezolizumab) – bislang ist der PD-L1-Inhibitor in Kombination mit nab-Paclitaxel aber nur im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zugelassen.1 Dass auch Patientinnen mit frühem TNBC von Tecentriq profitieren können, zeigen Phase-III-Studiendaten, die im Rahmen eines medizinischen Symposiums von Roche bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) diskutiert wurden.4
Etablierter Standard mit Überlebensvorteil im fortgeschrittenen Stadium
Als erste und nach wie vor einzige Krebsimmuntherapie ist Tecentriq seit 2019 zur Behandlung des fortge-schrittenen TNBC zugelassen und in dieser Therapiesituation als Standard für die First-Line fest etabliert.1 Die Zulassung gilt für Patientinnen mit einem nicht resezierbaren lokal fortgeschrittenen oder metastasierten TNBC mit positiver PD-L1-Expression auf Immunzellen auf ≥ 1 % der Tumorfläche.5 Ergebnisse der Phase-III-Zulassungsstudie IMpassion130 belegen, dass Tecentriq in Kombination mit nab-Paclitaxel diesen Pati-entinnen im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie einen klinischen relevanten Vorteil beim Gesamtüber-leben (OS) von median 7,5 Monaten bietet.6*
Neoadjuvanter Einsatz verbessert pCR-Rate signifikant
Daten der Phase-III-Studie IMpassion031 zum neoadjuvanten Einsatz des PD-L1-Inhibitors bestätigen, dass auch Patientinnen mit einem frühen TNBC von einer Behandlung mit Tecentriq profitieren: In der Studie erhöhte Tecentriq plus Chemotherapie (nab-Paclitaxel; gefolgt von Doxorubicin und Cyclophosphamid) den Anteil der Patientinnen, die eine pCR erreichten, gegenüber alleiniger Chemotherapie signifikant von 41,1 % auf 57,6 % (p = 0,044).2,4 Dieser Vorteil bestätigte sich unabhängig vom PD-L1 IC-Status. Metaanaly-sen zeigen, dass das Erreichen einer pCR auch beim TNBC mit einer deutlichen Verlängerung des ereignis-freien Überlebens (EFS) und des OS korreliert.7 Daten zu diesen Endpunkten sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht reif – zeigen aber bereits einen positiven Trend.8
Die Daten der Phase-III-Studie IMpassion031 bestätigen auch die Sicherheit und Verträglichkeit von Tecentriq beim TNBC – es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.2,4 Die Hinzunahme des PD-L1-Inhibitors nahm zudem keinen klinisch relevanten Einfluss auf die Lebensqualität der Patientin-nen.2,4 Auf Basis der Ergebnisse der Phase-III-Studie IMpassion031 hat Roche bei der EMA einen Zulas-sungsantrag für Tecentriq für die neoadjuvante Behandlung des TNBC eingereicht.
Referenzen
* Die IMpassion130-Studie hat den ko-primären Endpunkt einer signifikanten Verbesserung des medianen Gesamtüberlebens (mOS) in der Intention-to-treat-Population in der finalen Analyse nicht erreicht. Das mOS der PD-L1 IC-positiven Studienpopulation konnte daher formal nicht getestet werden
1 Fachinformation Tecentriq®, aktueller Stand
2 Mittendorf EA et al., Lancet 2020; 396(10257): 1009–1100
3 Li X et al., Breast Cancer Res Treat. 2017; 161(2): 279–287
4 Thill M, DGS 2021, Oral presentation
5 Schmid P et al., N Engl J Med 2018; 379(22): 2108–2121
6 Emens LA et al., ESMO 2020. LBA16. Oral presentation
7 Cortazar P et al., Lancet 2014; 384(9938): 164–172
8 Harbeck N et al., ESMO 2020. LBA11. Oral presentation
Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation
Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.
Virtuelle Jahrestagung der DGS 2021 – Triple-negatives Mammakarzinom: Neoadjuvanter Einsatz von Tecentriq®▼ steigert pCR-Rate
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